Askan vom Urfelder Busch

Askan kam einige Zeit nach dem plötzlichen Tod von Astor als 12wöchiger Welpe zu uns. Gleich beim ersten Besuch in seinem Zwinger habe ich mich in ihn verliebt. Er zeigte ein eher zurückhaltendes aber sicheres Wesen und, so dachten wir damals, er passt in unser Hunderudel. Und obwohl wir eigentlich absolut gegen Hunde aus Zwingerhaltung sind, zog er nach einigen Tagen Bedenkzeit in unseren Hundehaushalt ein, in den er sich problemlos eingliederte. Er liebte uns und unsere Kinder; auf seine Art. Kannten wir von unseren Hovis eher diese Anhänglichkeit (wo Du auch bist – ich komme hinterher), liebte er doch mehr die Ruhe, die er im Garten oder in den abgelegenen Hausecken fand. Seine Zurückhaltung gegenüber fremden Menschen, besonders gegenüber Kindern, konnte er nicht ablegen. Man mußte dies akzeptieren. Jedoch ließ er sich zu jeder Zeit zum Ballspielen auffordern. Hier war er unermüdlich. Je länger; desto besser. Und wenn der Ball dann noch mit einem Quitschi ausgestattet war…….. . Mit der Zeit fiel uns auf, dass er sich im Haus immer mehr zurückzog, während Carlchen mehr und mehr seine Führungsrolle ausbaute. Lediglich die täglichen langen Spaziergänge mit dem um 6 Monate jüngeren Eddy genoss er und lebte im Spiel mit ihm auf.

Er zog gemeinsam mit Babsy deren F-Wurf auf und zeigte sich im Umgang mit diesen Welpen fürsorglicher als so manche Mutterhündin. Sehr behutsam „betreute“ er die Kleinen und genoss sichtlich deren Hilflosigkeit. Nie zeigte einer unserer Rüden eine solche Zärtlichkeit im Umgang mit unseren Welpen. Es war „seine“ Aufgabe zu beschützen! Und es wurde uns schmerzlich bewußt, dass Askan hier im Zusammenleben mit einem älteren Rüden nie wirklich glücklich sein wird. Es mußte etwas geschehen! Und noch in diese vielen quälenden Gedanken hinein (Geben wir einen der beiden älteren Rüden ab? Wenn ja – wen?), erreichte uns die traurige Nachricht unserer Freunde, deren Hovawart sie zu früh verlassen mußte. Das Schicksal? Es würde einer ein gutes Zuhause finden. Wer, sollten unsere Hunde selbst entscheiden. Warum Askan gleich beim ersten Besuch kaum von Volkers Seite wich?????? In den folgenden Jahren habe ich ihn mit unseren Hundemädchen und Eddy öfter besucht und konnte mich davon überzeugen, dass er „sein Leben“ gefunden hat.
Seine letzten Lebensjahre verbringt er schließlich mit seiner Familie in Frankreich in einem unüberschaubaren „Reich“ und zeigt sich, wie seine Menschen es gerne sehen, bis zu seinem Tod im Jahre 2007, gegenüber Fremden sein Leben lang reserviert und kritisch.