Carlos vom Rothenbruch

Keiner unserer Hovis hatte als Welpe ein solch knuffiges Gesichtchen. Er ließ uns eigentlich keine andere Wahl: Carlchen bleibt hier! Weitaus „gemütlicher“ als sein Vater Astor, aber mindestens ebenso dickköpfig, verschmust und so anhänglich…. . Er ließ mich nicht aus den Augen; verfolgte mich bei der Hausarbeit auf Schritt und Tritt. Er war einfach „mein“ Hund. 1 Jahr nach dem Tod seines Vaters, zeigte er mit gerade 3 Jahren bereits seine „Führungspersönlichkeit“, und keiner unserer übrigen Hovawart-Hunde wagte es, ihm diese streitig zu machen.

Carlchen gehörte dem von uns gewünschten derben und kräftigen Schlag an. Gutmütig und souverän gegenüber fremden Hunden und Menschen, ganz besonders gegenüber Kindern, war er ein Traum von Hovawart. Er zeigte sich als lautloser ausgezeichneter Wächter (wer hörte ihn je bellen?). Gäste wurden von ihm in seiner ruhigen und freundlichen Art begrüßt; sofern sie den Hauseingang benutzten. Nur wer gegen diese „Regel“ verstieß, lernte ihn kennen! Hier verstand er absolut keinen Spaß.

Und schön war er. Bildschön! Viele Urkunden und Pokale sind zur Erinnerung geblieben, nachdem uns Carlchen im Alter von nur 5 Jahren verlassen musste. Musste???? Es war nicht die erste und nicht die letzte falsche Diagnose dieser Tierärztin.